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3. April 2025 | Gemeinderat, Direktionen

Zustimmung zur Stadtberner Verkehrspolitik ist unverändert hoch

Die Zufriedenheit der Berner*innen mit der Verkehrspolitik in ihrer Stadt ist unverändert hoch. Das zeigt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, die das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern 2024 im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität zum zweiten Mal durchgeführt hat. Priorisiert werden mehr Grünflächen entlang der Strassen, Stadträume, in denen man sich wohlfühlt, und ein weiterer Ausbau der Veloinfrastruktur.

Im Städtevergleich fällt die Beurteilung der Verkehrssituation in Bern, wie bereits bei der Befragung 2018, am besten aus. 78 Prozent der Bernerinnen und Berner sind «sehr zufrieden» oder «eher zufrieden» mit der Verkehrssituation in ihrer Stadt. Insbesondere werden die Velowege und das Netz des öffentlichen Verkehrs häufiger als in den übrigen Städten als Gründe für die Zufriedenheit hervorgehoben.

Die Befragten in der Stadt Bern erleben 2024 weniger oft als 2018 Gefahrensituationen mit anderen Verkehrsteilnehmenden (minus 8 Prozentpunkte auf 35 Prozent) sowie Parkplatzmangel für Autos (minus 4 Prozentpunkte auf 38 Prozent).

Attraktiver öffentlicher Raum und gute Veloverbindungen

Wenn es darum geht, in welche verkehrspolitischen Massnahmen künftig mehr Geld investiert werden soll, will rund die Hälfte mehr Grünflächen entlang der Strassen, Stadträume, in denen man sich wohlfühlt, und einen weiteren Ausbau der Veloinfrastruktur.

«Die Resultate der Befragung sehe ich als Ansporn für meine politischen Zielsetzungen», sagt Matthias Aebischer, Direktor für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün. «Ich möchte, dass sich noch mehr Menschen fürs Velo und zu Fuss gehen entscheiden. Dem weiteren Ausbau der Velo- und Fusswege kommt in den nächsten Jahren deshalb eine wichtige Rolle zu».

Auto spielt in Bern fürs Pendeln eine untergeordnete Rolle

Für die Einwohnenden der Stadt Bern sind der öffentliche Verkehr (65 Prozent) sowie das Velo oder E-Bike (59 Prozent) die wichtigsten Fortbewegungsmittel, um zur Arbeit oder Ausbildungsstädte zu gelangen. Knapp die Hälfte aller Befragten geht zu Fuss (49 Prozent). 55 Prozent der Befragten besitzen kein Auto und nutzen auch keines im Haushalt. Für das Pendeln spielt das Auto mit einem Nutzungsanteil von 15 Prozent eine untergeordnete Rolle.

«Die Zahlen für die Stadt Bern zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Karl Vogel, Co-Leiter der städtischen Verkehrsplanung. «Das Ziel muss es nun sein, dass noch mehr Pendlerinnen und Pendler von ausserhalb auf den öffentlichen Verkehr oder das Velo umsteigen, wenn sie nach Bern zur Arbeit fahren.»

Städtekonferenz Mobilität, eine Sektion des Schweizerischen Städteverbandes

Die Städtekonferenz Mobilität (SKM) ist ein Zusammenschluss von 21 Schweizer Städten, die die «Charta für eine nachhaltige städtische Mobilität» als Grundlage für ihre verkehrspolitischen Ziele unterzeichnet haben. Die SKM arbeitet an zukunftsge-richteten Lösungen für den Stadtverkehr, fördert den Erfahrungsaustausch und bietet mit Studien und Fachveranstaltungen Grundlagenarbeiten und Wissensvermittlung. Weitere Informationen sind auf der Website der Städtekonferenz Mobilität zugänglich.

Studie «Mobilität in Schweizer Städten»

gfs.bern hat im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität und 17 teilnehmenden Städten und städtischen Gemeinden die Studie «Mobilität in Schweizer Städten» erarbeitet. Zentrale Themen der Befragung sind Besitz und Nutzung von Verkehrsmitteln, Zufrie-denheit mit der Verkehrssituation, verkehrspolitische Massnahmen, Shared Mobility und Ausgaben für Verkehr und Mobilität. Insgesamt wurden 15'372 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren befragt. Teilgenommen haben die Kernstädte Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. In den städtespezifischen Auswertungen sind zudem Daten aus den Agglomerationsgemein-den Muri b. Bern, Köniz, Ebikon, Horw, Seuzach, Baar und Cham berücksichtigt. Wichtigstes Fazit der Studie: Die aktuelle Verkehrspolitik der Städte steht im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung.

Die Online-Version des Gesamtberichts ist auf der Website von gfs.bern verfügbar. Der Gesamtbericht und städtespezifische Berichte sind auch als PDF zugänglich.

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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