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4. April 2025 | Gemeinderat, Direktionen

Der Raum unter dem Autobahnviadukt soll belebt werden

Wo heute Autos parkieren und Material gelagert wird, soll ein belebter öffentlicher Raum entstehen: Der Gemeinderat hat das Gestaltungs- und Nutzungskonzepts «Freiraum unter dem Viadukt» zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Es skizziert, wie der Raum unter dem Autobahnviadukt in Ausserholligen künftig genutzt werden soll. Das Projekt ist Teil der Infrastrukturvorhaben im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen, welche die Stadtberner Stimmberechtigten im Juni 2024 genehmigt haben.

Ausserholligen soll in den nächsten Jahren zu einem lebendigen Stadtgebiet heranwachsen. Private und öffentliche Bauherrschaften werden hier rund drei Milliarden Franken in über 40 Projekte investieren. Die Stadt Bern koordiniert die Projekte – und stellt ihrerseits die öffentliche Infrastruktur bereit, damit das neugestaltete Stadtgebiet optimal genutzt werden kann: Verkehrswege, öffentliche Grün- und Freiflächen sowie die Siedlungsentwässerung. Zur Realisierung dieser Infrastrukturvorhaben hat die Stadt insgesamt 17 Teilprojekte entwickelt. Im Juni 2024 haben die Stimmberechtigten den entsprechenden Rahmenkredit in der Höhe von 176 Millionen Franken genehmigt. Inzwischen hat der Gemeinderat bereits rund 100 Millionen Franken für die Realisierung von Teilprojekten freigegeben.

Gestaltungs- und Nutzungskonzept als Grundlage

Eines der zentralen städtischen Teilprojekte ist die Gestaltung des Freiraums unter dem Autobahnviadukt der A12. Dieser zerschneidet Ausserholligen heute in einen westlichen und einen östlichen Teil, separiert die Areale und die Fläche unter dem Viadukt wird hauptsächlich als Abstell- und Parkplatz genutzt. Im Rahmen der Infrastrukturentwicklung will die Stadt den Freiraum umfassend aufwerten und dem öffentlichen Stadtleben zugänglich machen.

Wie dies genau geschehen soll, regelt das Gestaltungs- und Nutzungskonzept zum Projekt «Freiraum unter dem Viadukt», das inzwischen vorliegt. Es legt auf einer übergeordneten Ebene fest, für welche Zwecke die Räume genutzt werden soll. Es wurde in einem partizipativen Prozess mit Beteiligten aus dem Quartier erarbeitet und sieht folgende Nutzungen vor: Im nördlichen Teil des Viaduktraums – also im Bereich der Murtenstrasse – sollen vorwiegend Nutzungen angesiedelt werden, die mit Strassenlärm koexistieren können wie zum Beispiel Ballsport oder Skateboarding. Südlich davon sind offene Zonen für Events und Veranstaltungen vorgesehen. Über den gesamten Freiraum verteilt können mobile Gebäude in Form von containerartigen Bauwerken verteilt werden, die für verschiedene Nutzungen – Gewerbeflächen, Ateliers, Gastronomie, Sozialeinrichtungen, Werkstätten, Materiallager etc. – zur Verfügung stehen. Zudem entsteht unter dem Viadukt eine neue Nord-Süd-Verbindungsachse für den Fuss- und Veloverkehr, die das Weyerli-Areal mit dem neuen Campus der Berner Fachhochschule verbindet.

Auch das Nutzungsmanagement, das auf dem Gestaltungs- und Nutzungskonzept aufbaut und dessen praktische Umsetzung im Alltag regelt, liegt im Entwurf vor. Hier werden zum Beispiel die Vorgaben für die Anlieferung sowie für das Hilfs- und Verkehrskonzept definiert.

Kreditfreigabe durch Gemeinderat

Der Gemeinderat hat das Gestaltungs- und Nutzungskonzept sowie den Entwurf des Nutzungsmanagements zum Projekt «Freiraum unter dem Viadukt» zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Das Parlament hatte im März 2024 anlässlich der Beratung zum Rahmenkredit den Gemeinderat beauftragt, ihm die beiden Dokumente vorzulegen. Die Kosten für die Umsetzung der Massnahmen aus dem Gestaltungs- und Nutzungskonzept sind Teil des von den Stimmberechtigten genehmigten Rahmenkredits. Der Gemeinderat wird den Ausführungskredit in eigener Kompetenz genehmigen, sobald der Stadtrat das Gestaltungs- und Nutzungskonzept zur Kenntnis genommen hat.

Gemeinderat der Stadt Bern

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